TSV Welden 1904 e.V.

Trainings- und Spielkonzept
für die Jugendabteilung des TSV Welden 1904 e.V.


erstellt und unterschrieben am 19.07.2017
durch die Trainer und Betreuer der Jugendabteilung des

TSV Welden 1904 e.V.

Inhaltsangabe
I. Allgemeines
II. Trainingskonzept
a. G-Jugend
b. F-Jugend
c. E-Jugend
III. Spielkonzept allgemein
IV. Schlussbestimmungen
I. Allgemeines

Was ist Training?
Fußballtraining ist ein planmäßiger und systematischer Prozess, der zur Leistungssteigerung oder Stabilisierung eines hohen Niveaus des einzelnen Spielers, von Spielgruppen und der gesamten Mannschaft beiträgt. Durch Fußballtraining werden die fußballspezifische Kondition, die technischen Fertigkeiten und die taktische Erziehung es Spielers, der Gruppe und der Mannschaft verbessert. Zudem ist Training Erziehung zu sportlichem Verhalten sowie zu psychischer Ausgewogenheit und Stabilität.
Durch ein zielorientiertes, motivierendes, systematisch aufbauendes, organisiertes Einwirken soll eine Leistungssteigerung, die Verbesserung der fußballspezifischen Kondition, technischen Fähigkeiten und taktischen Fähigkeiten erreicht werden. Dabei ist das Alter, Können und die Persönlichkeit des Einzelnen zu berücksichtigten.
Das Training ist dauerhaft und organisiert durchzuführen, um dieses Ziel zu erreichen und setzt eine detaillierte Planung voraus.

Was ist Kindertraining?
- Kindern die Faszination des Spiels vermitteln!
- Kinder brauchen eine vielseitige sportliche Grundausbildung!
- Kindern in Training und Spiel fördern und fordern!
- Kinder sportlich und außersportlich betreuen!
- Kindertraining durch verantwortungsvolle Jugendtrainer!
- Nicht das Spielresultat, sondern Entwicklung und Förderung aller Spieler müssen Ziel jeder Kinderfußballabteilung sein!
- Jedes Kind ist gleich wichtig!
- Betreuung im Verein darf sich nicht nur auf Training und Spiel beschränken!
- Außersportliche Angebote wie Wochenendfahrten, Zeltlager oder andere gemeinsame Veranstaltungen gehören selbstverständlich zum Angebot!
- Nicht nur die sportliche, sondern vor allem die gesamte Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sollte für verantwortungsvolle Jugendtrainer im Vordergrund stehen!

Pädagogische Leitlinien im Kindertraining
- Ein Herz für Kinder haben – Basis!
- Stets für ein positives und angstfreies Klima sorgen!
- Lebenshintergründe der Kinder kennen!
- Positive Werte und Normen vorleben!
- Zusammen mit den Kindern Regeln vereinbaren!
- Kein Leistungsdruck!
- Die eigene Begeisterung für das Fußballspielen vorleben!
- Humor zeigen!
- Loben heißt: das Selbstvertrauen stärken!
- Interesse zeigen – aktiv den Kindern zuwenden!

Auswirkungen vielseitiger Bewegungsschulung
- Schnelleres Erlernen von Techniken
- Breiteres Technik- Repertoire
- Vorbeugung gegen Haltungsschwächen
- Geringere Verletzungsanfälligkeit
- Höheres Leistungsvermögen
- Entwicklung von Spielerpersönlichkeiten Unterschied zum Erwachsenentraining
- Training: Erlebnisse, Spaß, Fußball lernen – Leistung, auf den Wettkampf ausgerichtet
- Spiel: freies, ungestörtes Spielen – Spielsystem, Taktik
- Ziel: Basis für lebenslanges Sporttreiben – Meisterschaft, Aufstieg
- Erfolg: Spielerlebnisse, Ausbildung aller Kinder – Spielergebnis
- Trainer: Am Fortschritt aller Kinder gemessen – Am Ergebnis bzw. Erfolg gemessen

Trainingsplanung im Jugendbereich
- Individuell trainieren.
- Durch Beobachtung der Stärken und Schwächen die Fähigkeiten des einzelnen Spielers erkennen und durch gezieltes Training auf den Spieler einwirken.
- Im Detail trainieren.
- In methodisch aufeinander aufbauenden Schritten die technischen und taktischen Fähigkeiten verbessern
- Schwerpunkte trainieren.
- Die Spieler sollen sich ausprobieren können. Durch Lob und Ermunterung das Selbstvertrauen stärken.
- Technikorientiert trainieren.
- In jedem Training durch Wiederholungen die Techniken verbessern.
- Mit Motivation und Spaß trainieren.
- Mit Spielen und Üben trainieren.
- Training soll Spaß machen. Durch den ständigen Wechsel zwischen Üben und Spiel mit Wettkampfcharakter wird der Spaßfaktor erhöht.
II. Trainingskonzept

a. G-Jugend

körperlich-motorische Merkmale von G-Jugendspieler
- Großer Bewergungs- und Spieldrang
- Schnelle Ermüdung
- Hohe Beweglichkeit
- Schwach ausgebildete Muskulatur
- Geringe koordinative Eigenschaften
- Unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen
--> Vielseitige Bewegungsangebote in jeder Stunde

Psychosoziale Merkmale von G-Jugendspieler
- Ausgeprägte Neugier
- Geringes Konzentrationsvermögen
- Starke Ich-Bezogenheit
- Starke Orientierung am Trainer
- Ausgeprägte Phantasiewelt
- Geringe „taktische“ Fähigkeiten
--> Trainer ist eine wichtige Bezugsperson

Leitlinien für Trainer und Betreuer von G-Jugendspieler
- Spaßmacher, Mitspieler
- Tröster, Streitschlichter
- Erzieher, Mensch, und Freund
- Förderer jedes einzelnen Kindes
--> Vorbild in jeder Situation

Inhaltsbausteine für Spielstunden mit G-Jugendspieler
- Vielseitige Bewegungsschulung
- einfache Bewegungsaufgaben, Schulung motorischer Grundbewegungen (Laufen, Springen, Rollen...)
- Lauf- und Abschlagspiele - Spiele mit, auf und an Klein- und Großgeräten
- Staffelwettkämpfe
- Spielerisches Ganzkörpertraining (Kinderturnen)
- Fußballorientierte Bewegungsschulung
- Allgemeine Ballschule (spielen mit verschiedenen Bällen)
- Leichte Aufgaben mit dem Ball am Fuß
- Torschussspiele und – wettkämpfe
- Spiele in kleinen Mannschaften auf kleinen Spielfeldern (2:2 bis max. 5:5)
- Überzahlspiele mit vereinfachten Regeln und verschiedenen Toren

Kein fußballspezifisches Techniktraining im G-Jugendbereich. Klarer Schwerpunkt dieser Altersstufe ist die fußballübergreifende vielseitige Bewegungsschulung. Das Fußballspielen ist nur ein Trainingsinhalt von vielen. Nur so können Spielen und Üben die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder in diesem Alter richtig fördern.

b. F-Jugend

Körperlich-motorische Merkmale von F-Jugendspielern
- Große Unterschiede zwischen den Kindern

Psychosoziale Merkmale von F-Jugendspielern
- Ausgeprägte Bewegungs- und Spielfreude
- Geringes Konzentrationsvermögen
- Häufig sensibel und unausgeglichen
- Häufig nur geringes Selbstbewusstsein
- Personenorientiertes Lernen (Vorbilder)

Inhaltsbausteine für ein Training mit F-Jugendspieler
- Ähnlich G-Jugend
- Allgemeine Koordinationsschulung mit Ball
- Einzelübungen mit verschiedenen Bällen
- Partnerübungen, Übungen zu Dritt
- Kombination von Wettkämpfen und Torschußübungen
- Kleine Spiele mit Ball
- Dibbling (Dribbelspiele, Technikaufgaben, Slalomdribblings – mit Torschüssen, einfach Täuschungen erlernen)
- Torschuss (Spannstoß erlernen, Rundläufe-Staffeln-Partner- u. Mannschaftswettkämpfe mit Torschuss)
- Passen (Innenseitstoß, Innenseitstoß als Torschuss)
- Kleine Fußballspiele (2:2, 3:3, 4:4) und Überzahlspiele zur Entwicklung des Zusammenspiels
- Kleine Fußballturniere
- Mixed-Training – paralleles Training

c. E-Jugend

Körperlich-motorische Merkmale von F-Jugendspielern
- Extremitäten wachen schneller als Rumpf und Wirbelsäule
- Bewegungsapparat noch nicht verfestigt
- Organe des Heizkreislaufsystems vergrößern sich (aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit nimmt zu, nur geringe anaerobe Ausdauerleistungsfähigkeit)

Psychosoziale Merkmale von E-Jugendspielern
- Ausgeprägte Bewegungs- und Spielfreude
- Besseres Konzentrationsvermögen (körperlich und psychisch)
- Sind ausgeglichener
- Wetteifer
- Orientierung an Vorbildern

Inhaltsbausteine für ein Training mit E-Jugendspieler
- Lauf- und Fangspiele
- Lauf – und Sprungkoordination
- Rhythmus- und Orientierungsübungen
- Koordinationsparcours
- Einzelübungen mit einem/zwei Bällen
- Partnerübungen mit einem/zwei Bällen
- Geschicklichkeitsübungen
- Jonglieraufgaben
- Übungen aus der Bewegungsschulung mit Anschlussaktion
- Übungen im Raum
- Übungen mit Torabschluss
- Übungen in Verbindung mit Wettkämpfen
- Kindgerechte Gassenform
- Spielformen
- Variantenreiches Dribbling mit Richtungswechsel
- Grundabläufe verschiedener Täuschungen
- Passen, Ballkontrolle, Spannstoß, Kopfball
- Spielform vom 1:1 bis 7:7
- Über-, Unter-, Gleichzahl
- Technisch-taktische Schwerpunkte provozieren
- Akzentuierung durch unterschiedliche Torarten und Zahl/Anordnung der Tore sowie durch die Spielfeldgröße

Vorbereitung einer Trainingseinheit allgemein:

- Lange Wartezeiten vermeiden!
- Aufgaben einfach gestalten!
- Spielerisch üben!
- Spielangebot wechseln!
- Erfolgserlebnisse ermöglichen!
- Nicht nur fußballspezifische Lernziele!

III. Spielkonzept allgemein

Die wesentlichen Dinge sind bereits unter II. genannt worden. Eingehend wird nochmals erläutert, dass auch beim Spiel der Spaß am Fußballspielen im Vordergrund stehen soll. Des Weiteren die Förderung des einzelnen Spielers. Das Resultat spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Die Vermittlung dieses erfolgt in erster Linie über die Trainer/Betreuer und die Eltern.
Taktische Weisungen der gesamten Mannschaft sind im Kleinfeldbereich entbehrlich.
Ein besonderes Augenmerk soll auf die ganzheitliche Ausbildung des einzelnen Spielers gelegt werden. D. h. keine grundsätzliche Festlegung von Kindern auf bestimmte Positionen.
Auch ein wichtiger Punkt ist der Umgang mit anderen Mannschaften. Es soll ein freundschaftlicher und fairer Umgang untereinander gepflegt werden. Auch die Spieler sollen erkennen, dass auf der anderen Seite keine „Feinde“ stehen, sondern Kinder, die auch Spaß am Fußball haben. Egal ob das Endresultat positiv oder negativ ist.
Schiedsrichterentscheidungen werden akzeptiert. Von Spielern, Trainern/Betreuern und Eltern. Schiedsrichter im Kleinfeldbereich sind Freiwillige, die keine Ausbildung im Schiedsrichterwesen abgeschlossen haben. Ein fairer Umgang untereinander und mit dem Schiedsrichter ist Grundvoraussetzung.

IV. Schlussbestimmungen

Wir, die Trainer und Betreuer, der Jugendabteilung haben dieses Trainings- und Spielkonzept erstellt. Dieses tritt mit der Saison 2017/2018 in Kraft und wird nach bestem Wissen und Gewissen angewendet.

Quellenangeben: Trainerausbildung C-Lizenz Breitenfußball, BVF

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns:

 

TSV Welden

Markus Rauwolf

Marktplatz 1

86637 Wertingen

Tel: 0171 / 542 35 65

markus.rauwolf@tsv-welden.de

 

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